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Siemers genannt

Lühts

Ein Beitrag zur Geschichte des Halbmeierhofes zusammengestellt von Otto Bach - Heiligenloh - September 1997

Kopie aus dem Hoyaer Urkundenbuch - Band I

Die älteste schriftliche Nachricht über einen Inhaber des Hofes Lüters in Neuenmarhorst findet sich in einem Höferegister des Amtes Harpstedt im Jahre 1567. Diese erste Erwähnung sagt jedoch nichts über das tatsächliche Alter der Hofstelle aus. Nach der einhelligen Meinung der Geschichtsforscher geht die Entstehungszeit der Meierhöfe bis in die sächsisch-fränkische Zeit zurück und dürfte ihr Alter weit mehr als 1000 Jahre betragen.

Aus der Zeit um 1370 stammt eine Höferolle des Grafen von Hoya, die im ersten Band des Hoyaer Urkundenbuches abgedruckt ist. Hier sind u.a. die zur Grafschaft Hoya gehörenden Güter aufgelistet, die in der Vogtei Harpstedt lagen. Unter der Überschrift „Dyt nabeschrevene ghud hort in de voghedye to Harpstede" finden wir neben Höfen in Binghausen, Üssinghausen und Twistringen auch „Hildemann ot olden merhorst" und „1 wüsten hof to nygen Merhorst".

Der Zusatz „wüst" läßt vermuten, daß die Stelle - wie viele andere Höfe unserer Heimat - rund 20 Jahre nach der großen Pest, die in ganz Deutschland gewütet hatte, noch nicht wieder besetzt war. Da hier nur von einem Hof in Neuenmarhorst gesprochen wurde, zur Vogtei und dem späteren Amte Harpstedt aber immer zwei Höfe in Neuenmarhorst gehörten, wird die Teilung der Stelle in zwei Halbmeier wohl erst nach 1370 erfolgt sein.

Image by conor rabbett
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Auszug aus dem Harpstedter Höferegister von 1567

Harmen Luiters

In dem bereits angesprochenen Register von 1567 sind die beiden Harpstedter Halbmeier in Neuenmarhorst bereits vorhanden. Das Verzeichnis trägt folgende Überschrift:

 

„Register, dor inne vermeldet unde angeschrewen alle de Luide, so unter dem Gerichte im Ampte unde angehörig dem Huße Harpstede, Manen, ryck unde arm, olle, de en egen Huisstede hefft unde ist jedes Dorp besunderen verteckendt unde ist dorby vermeldet, welches hel Erwe uffe halve Erwe heben, unde Koter unde Brynksitters syn, dorbyneffen uck weme en jeder thostendich tho befynden.

den 6. September Anno (15)67 "

In dem Register sind u.a. notiert:

Koebbynghußen und Merhorst

 

Johan Toele en hele Erwe ( hele = ganzes )

Hynrich Schroder ein Köter

Sladoth tho Marhorst en hele Erwe

Harmen Luiters en halff Erwe

Lampe Vedeler en halff Erwe

 

Randbemerkung: Disse kommen mynen Gnedig. Herrn an unde syndt Grote (?) Meier

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